Renault Dacia

Renault verzeichnet 2011 einen operativen Free Cash Flow von 1,084 Milliarden Euro in der Automobilsparte

Mit sehr soliden Finanzergebnissen liegt die Renault Gruppe 2011 voll im Einklang mit dem mittelfristigen Strategieplan "Renault 2016 – Drive the Change". Die Umsatzerlöse der Gruppe stiegen um 9,4 Prozent auf 42,628 Milliarden Euro. Die operative Marge belief sich auf 1,091 Milliarden Euro, das entspricht 2,6 Prozent des Umsatzes (2010: 1,099 Milliarden, das entsprach 2,8 Prozent des Umsatzes).

Das Betriebsergebnis der Renault Gruppe erreichte 1,244 Milliarden Euro gegenüber 635 Millionen Euro im Jahr 2010. Der Beitrag der verbundenen Unternehmen lag bei 1,524 Milliarden Euro (Vorjahr 1,289 Milliarden Euro). Das Nettoergebnis beläuft sich auf 2,193 Milliarden Euro, gegenüber 3,49 Milliarden Euro im Jahr 2010, in denen allerdings Einnahmen in Höhe von zwei Milliarden Euro aus der Veräußerung von B-Aktien der Volvo AB enthalten waren.

Der operative Free Cash Flow in der Automobilsparte fiel 2011 mit 1,084 Milliarden Euro positiv aus. Darin enthalten sind 627 Millionen Euro aus der günstigen Entwicklung des Bedarfs an Umlaufvermögen.

Die Nettoverschuldung in der Automobilsparte lag bei 299 Millionen Euro und konnte somit um 1,136 Milliarden Euro gegenüber dem 31. Dezember 2010 reduziert werden.

"Dank des hohen Engagements aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist Renault gut durch die unterschiedlichen Krisen gekommen und übertrifft beim Free Cash Flow das für 2011 gesetzte Ziel. Die um 19 Prozent gesteigerten Verkäufe außerhalb Europas, hauptsächlich in Brasilien und Russland, bestätigen das internationale Wachstum der Renault Gruppe. 2012 werden wir die Verkäufe außerhalb Europas deutlich auf mehr als 43 Prozent steigern und gleichzeitig die Position der Marke Renault als Nummer 1 in Frankreich und Nummer 2 in Europa behaupten", erklärte Carlos Ghosn, Präsident und Chief Executive Officer von Renault.

Der Umsatz der Gruppe stieg um 9,4 Prozent auf 42,628 Milliarden Euro. Dank der dynamischen Absatzentwicklung und des verbesserten Produktmixes erreichte der Beitrag der Automobilsparte zum Umsatz 40,679 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg um 9,4 Prozent gegenüber 2010.

Die operative Marge der Gruppe zeigte sich 2011 mit 1,091 Milliarden Euro  das entspricht 2,6 Prozent des Umsatzes – im Vergleich zum Vorjahr (1,099 Milliarden Euro bzw. 2,8 Prozent) stabil.

Die operative Marge der Automobilsparte lag bei 330 Millionen Euro, d.h. 0,8 Prozent ihres Umsatzes, gegenüber 396 Millionen Euro oder 1,1 Prozent im Jahr 2010. Der günstige Volumeneffekt (+ 455 Millionen Euro) und die verbesserte Kostensituation im Rahmen des Kostensenkungsplans Monozukuri (+ 500 Millionen Euro) konnten die negativen Einflussfaktoren nicht ausgleichen. Sie hatten im Wesentlichen außerhalb des Unternehmens ihren Ursprung, wie beispielsweise den Anstieg bei den Rohstoffkosten um 509 Millionen Euro, den ungünstigen Effekt aus den Währungskursschwankungen in Höhe von 199 Millionen Euro und den negativen Preismix von 245 Millionen Euro.

Insgesamt schlugen die Lieferschwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Tsunami in Japan mit geschätzten 200 Millionen Euro (in der Jahresbetrachtung) negativ auf die operative Marge der Auto­mobilsparte zu Buche. Dabei waren die Auswirkungen vor allem in den Bereichen Fertigung, Vertrieb und Logistik zu spüren.

Die Finanzsparte konnte mit einem neuen Rekordbetrag in Höhe von 761 Millionen Euro zur operativen Marge der Gruppe beitragen. Dieser Anstieg um 58 Millionen Euro ist auf das höhere Finanzierungsvolumen und auf stark gesunkene Risikokosten zurückzuführen, die einen historischen Tiefstand erreicht haben.

Der Beitrag der verbundenen Unternehmen nahm weiter zu und belief sich 2011 auf 1,524 Milliarden Euro, insbesondere dank des positiven Beitrages von Nissan (Vorjahr 1,289 Milliarden Euro).

Das Nettoergebnis erreichte 2,139 Milliarden Euro, gegenüber 3,49 Milliarden Euro im Jahr 2010, in dem allerdings Einnahmen in Höhe von zwei Milliarden Euro aus der Veräußerung von B-Aktien an Volvo AB im Oktober 2010 enthalten waren. Das Nettoergebnis als Anteil der Gruppe beträgt 2,092 Milliarden Euro (das entspricht 7,68 Euro je Aktie).

Der operative Free Cash Flow der Automobilsparte lag bei 1,084 Milliarden Euro und übertraf somit das zu Jahresbeginn gesetzte Ziel. Er ergibt sich aus stabilen operativen Ergebnissen trotz verschiedener Krisenauswirkungen (Lieferschwierigkeiten, Eurokrise) und aus einer äußerst strengen Steuerung des Umlaufvermögens sowie der Investitionen in einem insgesamt unsicheren Wirtschaftsumfeld.

Dank dieser Performance konnte die Nettoverschuldung der Automobilsparte zum dritten Mal in Folge gesenkt werden: Mit 299 Millionen Euro zum 31. Dezember 2011  das entspricht einem Rückgang binnen Jahresfrist um 1,136 Milliarden Euro  hat sie jetzt einen historischen Tiefstand erreicht. Die Gruppe hat 2011 die Verschuldung der Automobilsparte insbesondere durch die vorzeitige Rückzahlung der letzten noch ausstehenden zwei Milliarden Euro aus dem Darlehen des französischen Staates gesenkt. Trotz dieser Maßnahme ist die Liquiditätsreserve der Automobilsparte mit 11,4 Milliarden Euro gegenüber 12,8 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf hohem Niveau erhalten geblieben. Die Nettoverschuldungsrate lag Ende 2011 bei 1,2 Prozent, gegenüber 6,3 Prozent zum Jahresende 2010.

Im Einklang mit dem internationalen Strategieplan "Renault 2016 – Drive the Change" wird der nächsten Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,16 Euro je Aktie vorgeschlagen: Dies entspricht der Dividende, welche die Gruppe 2011 aufgrund ihrer Anteile an notierten Gesellschaften erhalten hat.

Ausblick 2012

2012 dürfte der weltweite Automobilmarkt (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) um 4 Prozent gegenüber 2011 zunehmen. Die uneinheitliche Entwicklung in den verschiedenen Weltregionen wird 2012 anhalten. Außerhalb von Europa wird sich der Wachstumstrend der Märkte fortsetzen, unter anderem in Brasilien (+5 Prozent) und Russland (+8 Prozent). Vor dem Hintergrund einer noch sehr ungewissen Konjunktur dürfte der europäische Markt um 3 bis 4 Prozent zurückgehen, wobei der französische Markt um etwa 7 bis 8 Prozent rückläufig sein dürfte. Dank der Wachstumsdynamik auf den internationalen Märkten, der Markteinführung wichtiger Modelle (Lodgy, Clio IV, ZOE), der Ausstattung weiterer Fahrzeuge mit den neuen Energy-Motoren und der Umsetzung des neuen Markendesigns dürfte der Absatz weiter zunehmen und im Einklang mit den im Plan "Renault 2016  Drive the Change" festgeschriebenen Zielen stehen.

Die Renault Gruppe peilt für 2012 einen positiven operativen Free Cash Flow in der Automobilsparte an und geht dabei davon aus, dass die Kosten für Forschung und Entwicklung sowie Investitionen unterhalb von 9 Prozent des Umsatzes der Gruppe liegen werden.